Zum vierten Mal trat der Karate-Club Wohlen mit 16 Karatekas, vier Trainern und einem Schiedsrichter beim Seishin Cup an. Dieser war früher als Winti-Cup bekannt. Am Morgen kämpften Kinder und Jugendliche im Non-Kontakt. Dabei mussten sie ihre Schläge so präzise setzen, dass die Technik eine Handbreite vor dem Gegner gestoppt wurde. Das war eine anspruchsvolle Aufgabe.
Leo Hawwari sammelte bei den Piccolo 2 erste Kampferfahrungen. Er konnte die beiden Kämpfe trotz ersichtlicher Steigerung leider nicht für sich entscheiden und schied aus. In derselben Kategorie kämpfte Noah Jost, der von Anfang an einen Kampf nach dem anderen gewann. Noah kürte sich nach dem Final zum Sieger. Zoe Schwenkfelder startete bei Piccolo 1, überzeugte von Anfang an, gewann jeden Kampf und musste sich erst im Finalkampf geschlagen geben. Sie erlangte den 2. Platz. Fabrice Waldesbühl belegte bei den Piccolo 3 nach einer Niederlage gegen seinen Teamkollegen Aarave Santhosh und einer guten Leistung im Finale den 2. Platz. Aarave Santhosh gewann das Duell und somit das Turnier.
Das Geschwisterpaar Tjorben und Moana Nussbaumer startete in der Kategorie Piccolo 4. Während Tjorben seine beiden Kämpfe verlor und ausschied, holte sich Moana mit einer Niederlage und mehreren Siegen den stolzen 3. Platz. In der Kategorie Medium 3 startete Rayon Kratou und belegte nach guten Kämpfen den 3. Platz. Silas Arnold schied in der Kategorie Grande 1 leider nach seinen beiden Kämpfen aus. Das Gleiche galt für Nico Stampfli in der Kategorie Grande 3. Er steigerte sich im Kampf, schied jedoch durch die Entscheidung der Schiedsrichter aus, obwohl er sehr gute Techniken gezeigt hatte. In der Kategorie Girls 1 nahm Isabelle Dossenbach zum ersten Mal am Turnier teil. Sie meisterte die beiden Kämpfe gut, verlor jedoch und schied aus.
Nach dem Mittagessen begann der grosse Showdown: Alle Wettkämpfer liefen ein, auch jene, die am Nachmittag im Leichtkontaktturnier antraten. Nach der Verlesung des Dojo-Ide startete das Turnier. Den Erststartenden bleibt nicht viel Zeit zur Vorbereitung, so auch Sophie Bacher, die bei den Girls 3 startete. Sophie ging motiviert ins Turnier. Sie erhielt jedoch wegen unerlaubter oder unsachgemässer Techniken unverständliche Strafpunkte und verlor beide Kämpfe nach Schiedsrichterentscheid. Kashmir Islami, ein erfahrener Kämpfer in der Kategorie Men 1, beeindruckte mit schnellen Beintechniken und präzisen Angriffen. Kampf für Kampf arbeitete er sich zum verdienten 1. Platz vor.
Mirjam Oberholzer nahm zum ersten Mal am Turnier teil. Nervös betrat sie die Matte, setzte sich jedoch zu Beginn des Kampfes in Szene und gewann diesen. Nun folgte eine harte Zeit, denn Mirjam verlor den zweiten Kampf gegen eine scheinbar erfahrenere Kämpferin. Da diese jedoch keine weiteren Gegnerinnen hatte, mussten sie noch einmal kämpfen, um den 1. Platz auszumachen. Mirjam, die sichtlich vom Kampfgeist ergriffen war, besiegte nach stetiger Steigerung ihre Gegnerin im zweiten Kampf. Es stand unentschieden und es ging nochmals um den Siegeskampf. Spannender konnte es nicht mehr werden. Mirjam behielt die Nerven und gewann den 1. Platz nach sichtlicher Steigerung und konditionellem Vorteil.
Nun folgten die letzten Kämpfe der übrigen Wohler Kämpfer. Ernst Fricker und Erich-Andreas Bürgisser starteten bei den Men 4. Bürgisser, ein erfahrener Kämpfer, eröffnete die Kämpfe in seiner Kategorie. Aufgrund von Anfangsschwierigkeiten und einem verhaltenen Start verlief der Kampf schwierig und Bürgisser verlor diesen nur knapp. Noch war aber nichts verloren. Es gab eine zweite Chance. Fricker, der zum ersten Mal an einem solchen Turnier teilnahm, startete gut in das Geschehen. Trotz überzeugender Techniken konnte er dem Gegner nicht standhalten und verlor seinen ersten Kampf. Bürgisser konnte sich in den weiteren Kämpfen steigern und kam immer besser in die Duelle. So auch beim internen Wohler Duell Fricker gegen Bürgisser, das sehr spannend wurde. Nach einem harten Kampf entschieden sich die Kampfrichter gegen Fricker und Bürgisser gewann. Bürgisser kämpfte sich wie im Jahr 2025 bis hin zum Finalkampf, wo er erneut demselben Sieger und dem Startkämpfer begegnete. Leider konnte sich Bürgisser nach einem interessanten Zweikampf nicht durchsetzen und verlor den Final. Er erreichte somit den 2. Platz.
Ein erfolgreiches Turnier ging zu Ende. Ohne die Unterstützung der Coaches Shihan Raphael Gauch, Senpai Ciprian Tantu, Reto Trottmann und Senpai Erich-Andreas Bürgisser sowie der Fotografen Reto Trottmann und Adrian Bammert wäre dies nicht möglich gewesen. Auch Senpai Roland Konrad, der als Schiedsrichter agierte, vertrat den Karate-Club Wohlen hervorragend.
Danke an alle Teilnehmer und Helfer – es war eine grossartige Erfahrung.
OSU